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Theodor Haecker

1879 in Eberbach, Württemberg, geboren.
Als großer Meister der Sprache übersetzte er Werke von
Kierkegaard, John Henry Newman, Vergil und F. Thompson.
Die Auseinandersetzung mit Newman führte ihn 1921 zur Konversion in die katholische Kirche.
Er stritt leidenschaftlich gegen den Nationalsozialismus
und bekam deshalb 1935 Redeverbot und 1938 Druckverbot.
Er starb am 9. April 1945 in Ustersbach bei Augsburg.

1905 kam Haecker nach München.
Als Hans Scholl 1941 Haecker bei Carl Muth kennenlernte, kam bald ein enger Kontakt zustande.
Die Flugblätter der "Weißen Rose" waren von den Worten und Werken Haeckers inspiriert.
Zwei Wochen vor ihrer Verhaftung fand die letzte Begegnung des Freundeskreises mit Haecker statt.
Das Thema des Abends drehte sich um die Frage, wie Gott eine Welt erschaffen konnte,
"in der es all das Entsetzliche an Leid und Leiden und Tränen gibt".
Sophie Scholl in einem Brief:
"Seine Worte fallen langsam wie Tropfen, die man schon vorher sich ansammeln sieht,
und die in diese Erwartung hinein mit ganz besonderem Gewicht fallen.
Er hat ein sehr stilles Gesicht, einen Blick, als sähe er nach innen.
Es hat mich noch niemand so mit seinem Antlitz überzeugt wie er."
Quelle

Seine bedeutendsten Werke:
Tag- und Nachtbücher 1939 - 1945
Was ist der Mensch?
Vergil, Vater des Abendlandes
Metaphysik des Fühlens

Zitate Haeckers:

"Das Wesen der modernen Diktatur ist die Verbindung
des eindimensionalen, flachen Denkens mit der Gewalt und dem Terror."
(Tag und Nachtbücher)

"Die Menschen sind rar geworden, die an einem Wort erforschen, wieviel Wahrheit in ihm ist.
Die meisten Menschen interessiert nur, wieviel Wirkung in ihm ist."
(Tag und Nachtbücher)

"Es gibt kein Gewissen, das nur für das Diesseits gälte,
das ist eine zweifellose Verkennung des Tatbestandes, da unzählige Erfahrungen beweisen,
dass das Gewissen gerade kurz vor dem Tode, wenn gar keine Aussicht mehr ist auf das 'Diesseits',
sich regt; das Gewissen reicht an sich und von sich aus in das Leben nach demTode.
Das Gewissen überschreitet den Tod, ist persönlicher als der Tod."
(Schöpfer und Schöpfung)

 

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