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Paul Claudel

1868 in Frankreich geboren, als Jugendlicher ungläubig,
erfuhr er am Weihnachtstag 1886 aus heiterem Himmel ein Bekehrungserlebnis,
das sein Leben vom einen auf den anderen Moment völlig umkrempelte.
Er wurde zum größten Dichter des Renouveau catholique,
der katholischen Erneuerungsbewegung in Frankreich.
Beruflich war er Diplomat, u.a. französischer Botschafter in Tokio, Washington und Brüssel.
Er starb am 23.2.1955 in Paris.

Über Claudel schrieb Hans Scholl am 10. Februar 1942:

"Ich lese zur Zeit mit einigen Freunden hier den «Seidenen Schuh» von Claudel.
Ich halte dieses Werk des französischen Dichters
für das größte Ereignis der modernen europäischen Literatur (...)
die Gedanken Claudels sind tiefer, umfassender als die Fausts."

Und am 16. Februar 1943, zwei Tage vor seiner Verhaftung:

"... weil ich die Gefahr selbst gewählt habe, muß ich frei, ohne Bindung,
dorthinsteuern, wo ich es haben will.
Irrwege bin ich schon oft gegangen, und ich weiß es, Abgründe tun sich auf,
tiefste Nacht umgibt mein suchendes Herz - aber ich stürze mich hinein.
Wie groß ist das Wort Claudels:
‘La vie, c’est une grande aventure vers la lumiere’
‘Das Leben ist ein großes Abenteuer zum Lichte hin.’"

Werke:
Der Tausch
Der seidene Schuh
Meine Bekehrung

Zitate:

"Der Mensch ist nicht zum Vergnügen, sondern zur Freude geboren."

Claudel über seine Bekehrung:
"In einem Nu wurde mein Herz ergriffen, ich glaubte.
Ich glaubte mit einer so mächtigen inneren Zustimmung,
mein ganzes Sein wurde geradezu gewaltsam emporgerissen,
ich glaubte mit einer so starken Überzeugung, mit solch unerschütterlicher Gewißheit,
daß keinerlei Platz auch nur für den leisesten Zweifel offen blieb."
Quelle

 

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