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Jacques Maritain

 

Der Widerstand dieser jungen Leute gegen den Nationalsozialismus war kompromisslos.
Als am Tag des Todesurteils gegen Hans und Sophie Scholl ihr Bruder Werner
ihnen unter Tränen die Hand gab, äußerte Hans:

"Bleib stark - keine Zugeständnisse!"

Heute würde man sie als Fundamentalisten verschreien:
Man muss doch mit der Zeit gehen, der Welt und dem Zeitgeist gegenüber aufgeschlossen sein.
Damals war Hitler modern, der Nationalsozialismus der herrschende Zeitgeist.
Nur eine entschiedene und eindeutige Haltung befähigte zu dem Widerstand,
den wir heute bewundern.
Willi Graf schrieb im Juli 1942 in einem Brief:

"Jeder Einzelne trägt die ganze Verantwortung.
Für uns aber ist die Pflicht, dem Zweifel zu begegnen
und irgendwann eine eindeutige Richtung einzuschlagen."

Vor kurzem dagegen hat ein katholischer Theologe
das Streben nach Eindeutigkeit als Ausdruck fundamentalistischer Gesinnung bezeichnet.

Wie fällt der Vergleich für die heutige katholische Jugend aus?
Wo bleibt z.B. der eindeutige und klare Widerstand
gegen das tausendfache Verbrechen der Abtreibung?
Hier gibt es oft zögerliche Abwägungen und faule Kompromisse.
Starke und eindeutige Worte findet man dagegen, wenn es um die Kritik an der Kirche geht.

"Il faut avoir l'esprit dur et le coeur tendre",
"Man muss einen harten Geist und ein weiches (zartes) Herz haben":
Dieses Wort J. Maritains war das Motto der "Weißen Rose".
Nur jene, die mit kompromissloser Härte dem Nationalsozialismus widerstanden,
erwiesen sich als solche, die genügend Liebe besaßen,
ihr Leben für die Wahrheit und für die Brüder hinzugeben.

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